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Gute Neuigkeiten und kleine Ausflüge

Während in unserer kleinen WG in Sucre ein wenig Ruhe und Gewohnheit einkehrt, gibt es tolle Neuigkeiten von einem Projekt meiner Arbeitsstelle. Denn das Projekt rund um die „Escuela Movil“, mit der ich fast jeden Nachmittag in abgelegene Stadtviertel Sucres fahre und dort Materialien verteile oder ganz einfach mit den Kindern spiele, wurde zu der Plattform „Global Giving“ hinzugefügt. Dort kannst du nun nicht nur jegliche Informationen rund um das Projekt, seine Ziele und Visionen finden, sondern das Ganze auch finanziell unterstützen. Somit kannst du Geld an eine Initiative spenden, bei der du weißt, was mit den Spenden gemacht wird. Zudem kann ich natürlich aus erster Hand bestätigen, wie gut und direkt die „Escuela Movil“ den Kindern und auch Eltern bei schulischen oder auch alltäglichen Herausforderungen hilft.

Falls du dir einen kleinen Überblick über das Projekt verschaffen willst, findest du alle Informationen und Eindrücke sowie die Möglichkeit zu spenden unter https://www.globalgiving.org/projects/mobile-school-for-childrens-education-in-bolivia/ .

Außerdem möchte ich die Gelegenheit nutzen und von einem besonderen Arbeitstag erzählen. Vor kurzem bin ich wie jeden Morgen zur Arbeit gegangen, um den Kindern bei ihren Hausaufgaben zu helfen. Doch auf einmal kam ein Lehrer, der auch für die „Escuela Movil“ verantwortlich ist, in unseren Raum und bat um Unterstützung. Als Freiwilliger bin ich natürlich am flexibelsten einsetzbar, weshalb ich diese besondere Aufgabe übernehmen sollte. Denn an diesem Tag stand ein Treffen mit einigen Müttern in Alegría, einem Viertel am Stadtrand von Sucre, an. Inhalt des Treffens war ein gemeinsames Backen, wobei eine Konditorin den Müttern Backrezepte mit einfachen Lebensmitteln zeigte und sie das Ganze direkt selber ausprobieren konnten. Meine Aufgabe bestand darin, den Tag in Fotos und Videos festzuhalten, die ihr natürlich in der Fotogalerie finden könnt. Ansonsten wurde hier für mich einmal mehr die offene und irgendwie grundlegend neugierige Art von Bolivianern deutlich. Denn die Mütter (liebevoll immer „las mamitas“) nutzten die von der „Escuela Movil“ ermöglichte Chance, etwas Neues zu lernen, sofort.

Ein anderes Highlight war ein kleiner WG-Ausflug zu einem Dorf, welches eigentlich nur aus verschiedenen Schwimmbädern und Wasserparks besteht. Nach einer knapp einstündigen und vor allem sehr kurvigen Fahrt durch die Umgebung Sucres haben wir dort nicht nur die Sonne genossen, sondern vor allem die vielen, gefühlt nicht immer komplett TÜV-geprüften Rutschen an ihre Grenzen gebracht. Insgesamt kam für mich auch neben Basketball, Beachvolleyball und günstigem Essen jedoch nichts an die Rutschen heran.

Ansonsten war es am heutigen Sonntag wieder möglich, durch eine komplett autofreie und teilweise wirklich totenstille Stadt zu spazieren, da heute wie in vielen bolivianischen Städten ein:e neue:r Alcalde, also Bürgermeister:in gewählt wurde. Und genau wie die Straßen Sucres heute, fühlt sich auch die aktuelle Zeit meines Freiwilligendienstes an: viel Ruhe, nicht unbedingt neue Dinge, aber trotzdem ein grundlegend anderes Leben als in Deutschland. Während die nächsten Wochen wahrscheinlich keine großartigen Veränderungen mit sich bringen werden, erhalte ich in genau drei Wochen Besuch von meiner Familie. Die Vorfreude, ihnen alles zu zeigen und gleichzeitig gemeinsam mit ihnen neue Dinge in Bolivien zu entdecken, ist riesig.

Aber über alles Aufregende, was mir während meines bolivianischen Abenteuers noch so passieren wird, halte ich euch selbstverständlich auf dem Laufenden.


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